Warum ein Tiefenlager ?

Aktualisiert : Dienstag 04 September 2012
 

Für 90 % der in Frankreich heute anfallenden radioaktiven Abfälle gibt es ein vollständiges Industriemanagement-Konzept, das auch die Endlagerung in besonderen überirdischen Lagern beinhaltet. Dieses Managementsystem muss insbesondere um die Berücksichtigung hochaktiver Abfälle (HAA) und langlebiger mittelaktiver Abfälle (SMA) ergänzt werden, die in Frankreich seit mehreren Jahrzehnten anfallen.

 

vue generale installations cigeoPrinzipzeichnung der Anlagen für das geologische Tiefenlager Cigéo (vertraglich unverbindliche Abbildung). © Andra


Frankreich gehört zu den ersten Ländern, denen bewusst geworden ist, dass eine verantwortungsbewusste und freiwillige Politik für den Umgang mit radioaktiven Abfällen gefordert ist. Mit dem Gesetz aus dem Jahr 1991 hat das Parlament die Suche nach dauerhaften und sicheren Lösungen für diese Abfälle in die französische Politik mit dem Ziel aufgenommen, zu vermeiden, dass künftige Generationen mit diesen Abfällen belastet werden, die aus Aktivitäten herrühren, von denen wir im Alltag profitieren.

Tatsächlich fallen diese Abfälle Jahr für Jahr in unserem Land bei der Gewinnung von Kernenergie, aber auch bei den Streitkräften, in der Industrie, dem Gesundheits- oder auch dem Forschungsbereich an. Für die meisten dieser Bereiche gibt es Lösungen, die bereits angewandt werden: 90 % des Gesamtvolumens jährlich in Frankreich anfallender radioaktiver Abfälle werden heute in Zentren der Andra gelagert.

Aber die langlebigen Abfälle mit der höchsten Radioaktivität - von denen einige bis zu 100.000 Jahre lang eine Gefahr darstellen werden - können weder an der Oberfläche, noch in geringen Tiefen gelagert werden, denn man kann nicht gewährleisten, dass ein geeigneter Schutz über derart lange Zeit aufrecht erhalten werden kann.

Aus diesem Grund hat das Parlament sich 2006 für die Lagerung derartiger Abfälle in tiefen Gesteinsschichten als einzige Lösung entschieden, die langfristig die Sicherheit radioaktiver Abfälle gewährleisten und gleichzeitig die Lasten für künftige Generationen einschränken kann. Eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2011 bestärkt im Übrigen diese von Frankreich getroffene Wahl. Zahlreiche Länder haben Forschungsprojekte zur Lagerung in tiefen Bohrlöchern auf den Weg gebracht. In Schweden und Finnland laufen derzeit entsprechende Genehmigungsanträge.

Mit dem Gesetz vom 28. Juni 2006 wird die Andra beauftragt, für die Lagerung dieser Abfälle ein Konzept zu entwickeln und Standorte einzurichten.

Schlagworte: Umgang mit radioaktiven Abfällen

 

 

 

Kommentare

  • Roy

    "ne pas reporter la charge de la gestion des déchets radioactifs sur les générations futures" je pense que vous allez un peu vite en besogne, les colis seront livrés pendant 100 ans... je ne pense pas que les ingénieurs de l'ANDRA vivront si vieux...
  • Dialogue Andra

    Bonjour Roy,
    100 ans, c’est le temps qu’il faudra pour stocker les déchets produits par le parc électronucléaire actuel. Effectivement, ça peut sembler long : ça concerne approximativement 6 générations (les 3 générations vivant au moment de la mise en service de Cigéo, plus les 3 suivantes, qui naîtront pendant son exploitation). Mais c’est peu au regard du grand nombre de générations qui seraient concernées pour gérer ces déchets en surface : il faudrait entretenir et reconstruire régulièrement les installations durant des centaines de milliers d’années (c’est la durée de vie de certains des déchets stockés).
  • J.Patagel

    100000 ans? c'est un bon debut mais, la période d'activité de l'uranium, pour ne citer que lui, n'est pas de circa 10 millions d'années?
  • J.Patagel

    Joyeux noël!