Sicherheit der Anlage

Aktualisiert : Freitag 14 September 2012
 

Radioaktive Abfälle enthalten Gefahrstoffe, die aus der Nähe einen Menschen verstrahlen oder bei Freisetzung Mensch und Umwelt kontaminieren können. Grundlegender Zweck des Cigéo-Tiefenlagers ist, Mensch und Umwelt über einen sehr langen Zeitraum vor diesen Abfällen zu schützen. Das Cigéo-Tiefenlager ist derart konzipiert, dass es während des Baus, des Betriebs und nach Schließung sicher ist. Grundlage bilden zahlreiche Bestimmungen zur Unterbindung unkontrollierter Freisetzung radioaktiver Strahlung, so dass die Arbeiter und umliegende Bevölkerung nur mit sehr geringen, nicht gesundheitsgefährdenden Mengen radioaktiver Strahlung in Kontakt kommen. Nach Schließung der Lagerstätte muss die Sicherheit passiv gewährleistet werden und darf keinerlei menschliches Eingreifen bedingen. Trotzdem wird es nach Schließung des Endlagers weiterhin eine Überwachung geben und es wird dafür gesorgt, dass es nicht in Vergessenheit gerät.

Sicherheit des Endlagers während des Betriebs

Ab Konzeption der Anlage ermittelt die Andra alle potenziellen Gefahrenquellen, deren Konsequenzen diese Sicherheit des Endlagers in Frage stellen und zu Auswirkungen auf Mensch und Umwelt führen könnten. Das „Barrierekonzept“ gilt für das Cigéo-Tiefenlager, genau wie auch für alle anderen Atomanlagen :

  • Für jede erkannte Gefahr sieht die Andra Bestimmungen für die Konzeption und den Betrieb vor, die darauf ausgerichtet sind, diesen Gefahren weitestgehend zu begegnen, ihnen vorzubeugen und die Auftretenswahrscheinlichkeit zu reduzieren.
  • Es werden Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen eingerichtet, die jede Fehlfunktion aufzeigen und die Anlage zurück in den Normalbetrieb führen sollen.
  • Trotz dieser Bestimmungen geht man bei Andra davon aus, dass es zu Störfällen kommen kann und sieht zusätzliche Bestimmungen vor, um derartige Situationen zu beherrschen und ihre Auswirkungen auf ein Minimum zu beschränken.

Sicherheit nach Schließung

Nach der Schließung des Endlagers darf dessen Sicherheit nicht von einer Überwachung abhängen, denn diese kann über einen Zeitraum über einige Hundert Jahre hinaus nicht mit Sicherheit aufrecht erhalten werden. Somit muss die langfristige Sicherheit der Lagerstätte passiv, ohne menschliches Eingreifen gesichert werden.

Aus dem Dossier 2005, das die Andra erstellt und die französische Aufsichtsbehörde für nukleare Sicherheit, (Autorité de sûreté nucléaire (ASN)) und die nationalen Evaluierungskommission (Commission nationale d’évaluation) bewertet hat, geht hervor, dass die Auswirkungen des Endlagers nach Schließung weit unter der natürlichen Strahlenbelastung liegen werden. Das ist insbesondere durch die geologischen Formationen und die Konzeption des Endlagers zurückzuführen.

Sicherheitsregeln der ASN

Für die Sicherheit nach Schließung des Lagers, wie auch während des Betriebs muss das Cigéo-Tiefenlager den Sicherheitsregeln der ASN entsprechen. Die getroffenen Maßnahmen und für die Konzeption der Lagerstätte gewählte Auslegung werden von der ASN vor Erteilung der Genehmigung zur Einrichtung der Anlage untersucht. Es kann nur dann eine Genehmigung für das Endlager erteilt werden, wenn die Andra belegen kann, dass sie alle Risiken beherrscht.

Kommentare

  • Roy

    Comme on l'a entendu lors du débat contradictoire, beaucoup de risques potentiels restent encore à élucider, ne va-t-on pas trop vite? Pourquoi les mesures du laboratoire ne se font pas pendant plusieurs décennies afin de bien modéliser les interactions avec la roche pendant des centaines des millénaires
  • Dialogue Andra

    Bonjour Roy,

    La démonstration de sûreté du stockage géologique a été faite en 2005, après 15 ans d’une recherche conduite en France par l’Andra, en collaboration avec d’autres équipes, d’autres laboratoires, français et étrangers. Les travaux de recherche qui se poursuivent à l’Andra et la phase d’esquisse qui est en cours permettent de préciser les solutions techniques qui seront mises en œuvre dans Cigéo. Il n’est pas question d’aller trop vite, nous suivons le long processus, élaboré au fil de lois successives, qui garantit que les décisions sont prises pour servir au mieux l’intérêt général.

    Vous faites référence au débat qui s’est tenu le 24 septembre (les vidéos du débat sont disponibles, voir lien ci-dessous) à l’initiative du CLIS où l’Andra a répondu aux critiques de M. Thuillier. Nous sommes à votre disposition pour compléter ici les réponses apportées par Fabrice Boissier sur des aspects particuliers de la maîtrise des risques si vous le souhaitez.

    http://www.dailymotion.com/video/xtvb41_debat-contradictoire-bure-partie-01_tech#.UKUhSYbjQrM
  • Hervé Nifenecker

    Est il possible d'avoir accès aux chiffres?

    Ce que vous dites sur le sûreté à long terme est à la fois rassurant et bien succinct. Je suppose qu'il est possible d'avoir la nature et l'ampleur des contaminations (Iode 129, Cl36...) en fonction du temps comme on pouvait, avec difficulté, les trouver dans le dossier Argile 2005. Si c'est bien le cas, où peut on trouver ces données?
    • Dialogue Andra

      RE : Est il possible d'avoir accès aux chiffres?

      Bonjour. Pour des données plus récentes, voyez le rapport "Etape 2009" que vous trouverez dans la page Ressources : http://www.cigeo.com/ressources.
  • calsyn

    @Roy
    Pourquoi les mesures du laboratoire ne se font pas pendant plusieurs décennies ?

    L'Andra a obtenu en 2011 le renouvellement de l'autorisation de poursuivree d'exploitation du laboratoire souterrain jusqu'à 2030. Certaines expérimentations pourront effectivement être prolongées sur plusieurs dizaines d'années et ce, afin de conforter la robustesse des modèles de comportement de la roche permettant leur extrapolation en toute confiance à plus long terme.

    Laurent, ingénieur en simulations à l'Andra