Die betroffenen Abfälle

Aktualisiert : Dienstag 04 September 2012
 

Radioaktive Metallabfälle aus der Wiederaufbereitung verbrauchter BrennelementeRadioaktive Metallabfälle aus der Wiederaufbereitung verbrauchter Brennelemente

Das geologische Tiefenlager Cigéo ist für die Einlagerung von Abfällen mit hoher Radioaktivität und langer Lebensdauer konzipiert, die weder an der Oberfläche, noch in geringer Tiefe sicher gelagert werden können.

Die sogenannten hochaktiven Abfälle (HAA) und die langlebigen mittelaktiven Abfälle (SMA) sind im Volumen begrenzt (in der Größenordnung von 3 % des Volumens bestehender radioaktiver Abfälle) und betreffen fast die gesamte Radioaktivität radioaktiver Abfälle (etwa 99 %).

Die HAA und SMA-Abfälle stammen in erster Linie aus dem Kernenergiebereich (Aufbereitung abgebrannter Brennelemente) und entsprechenden Forschungsaktivitäten und, zu einem geringeren Anteil, aus den Aktivitäten des Abschreckungspotenzials und dem atomaren Schiffsantrieb im Auftrag der Atomenergiebehörde.

Laut französischer Gesetzgebung ist die Lagerung ausländischer radioaktiver Abfälle in Frankreich untersagt. Für das geologische Tiefenlager Cigéo sind somit keinerlei ausländische Abfälle vorgesehen. Die HAA und SMA für diese Standorte stammen in erster Linie aus französischen Kernkraftanlagen und aus der Aufbereitung französischer Brennelemente.

Heute sind 60 % der langlebigen mittelaktiven Abfälle (SMA) und 30 % der hochaktiven Abfälle (HAA) für das geologische Tiefenlager Cigéo bereits produziert. Sie werden während der gesamten Lebensdauer der Kernkraftanlagen weiterhin anfallen.